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Klabautermann

(Junior Member)

Hallo,

jetzt mal ein Thema für Fortgeschrittene und Ausgeschlafene.

Problembeschreibung:
Mit einem drehbaren Profilmast aus Karbon sind bei einem Modellsegler fast alle Rigg-Probleme gelöst. Der leichte, aerodynamische Mast steht steif und man bekommt Vor- und Achterliek des Groß bestens unter Kontrolle. M-Boote und 10er mit konventionellem Rigg tragen daher eine solchen Mast. Bei IOM verbieten das die Klassenvorschriften. IOMler und viele andere Scalesegler müssen sich mit einem Rundmast mit Mastringen herumschlagen. Ergebnis: Der schwere Mast biegt sich schnell durch, Salinge behindern den Wind, Vor- und Achterliek machen was sie wollen, das Segel steht je nach Windstärke bescheiden, das Achterliek weht oben aus, usw.. Was also tun?

Diskussion gängiger „Lösungen“ für Rundmasten moderner Boote mit 7/8 Takelung:

1) IOMs und z.B. die Miramare (Graupner) haben unten am Mast eine Trimmmöglichkeit zur Einstellung der Mastkurve.

Nachteile: Die Konstruktion ist aufwändig und schwer, bei Scalebooten oft schlecht unterzubringen und Vor- und Achterliek bekommt man trotzdem nicht optimal unter Kontrolle.

2) Mit entsprechend angeordneten Salingstreben könnte man eine Mastbiegung kontrollieren.

Nachteile: Die Dirk der Pendelfock verfängt sich bei Böen immer mal wieder. (Zugsysteme mit zusätzlichem Spanngummi in der Dirk konnten das bei mir auch nicht immer verhindern.)
Salingstreben verschlechtern die Aerodynamik und bringen zusätzliches Gewicht an ungünstiger Stelle. Die Wanten müssen recht weit achterlich abgespannt werden, weshalb das Groß vor dem Wind nicht weit genug geöffnet werden kann.

3) Manche schwören auf Vorkrümmung des Mastes:

Nachteile: Das kann man nur mit Alumasten machen und die richtige Dosierung erscheint mir schwierig.

4) Mit einfachen, backstagähnlichen Unterwanten könnte man in Böen eine unerwünschte Mastbiegung verhindern.

Nachteile: Solche Unterwanten würden wiederum dem Großbaum bzw. Niederholer beim Öffnen im Weg stehen.

Diskussion eröffnet! Hat jemand ein paar gute Ideen zur Problematik?


13.01.12, 18:42:29

Hafenmeister

(Administrator)

Moin

Da sprichst du das Problem des Modellbaus an.

Wir können nicht alles "scale" bauen, leider, da fehlt uns auch die Crew an Bord.

Bis auf wenige kleine Jollen ... Laser... gibt es ja auch als Vorbild keine Boote mit freistehendem Mast.
Die Kräfte, die dort auftreten sind riesig.

Bei den Fahrtenseglern ist es immer noch so, das dort einfache Masten ohne Verjüngung verwendet werden.

Wenn man sich dann die Regattasegler anschaut... verjüngt, bis zum geht nicht mehr, 5.. 6..7 Salinge, ein Mann nur für den Masttrimm... wie sollen wir das umsetzen???

Also wird es immer zu Kompromissen kommen müssen.

Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel wünscht euch
Feddo
14.01.12, 08:21:31

froschl

(Newbie)

Und was ist raus geworden?^^

08.03.12, 17:06:00

Klabautermann

(Junior Member)

Schaut so aus, als wenn eine breitere Diskussion ausgeblieben wäre. Damit war zu rechnen.

09.03.12, 11:30:27
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